Kleiner Con-Bericht: „Im Schatten der Burg“

von Selene

Da es gerade so schön ist, gleich noch ein Eintrag!

Ich war dieses Wochenende auf dem Con „Im Schatten der Burg“ von der Fegefeuer-Orga und wollte hier kurz ein paar Eindrücke und Bilder von dem mittlerweile fertigen Kampffaun posten. Es gab einige lustige Begegnungen und eine epische Übernahme der Burg, als keiner mehr damit rechnete – aber dazu gleich mehr. :)

Kurze Beschreibung des Cons:

Die Zelte stehen und die Abendsonne färbt die Burgmauern rot. Lange ist keiner von euch hier, doch irgendetwas anderes schon. Die Anhänger der Spinne halten die Burg in ihrem Griff, eine Burg, die unmöglich erst vor kurzem erbaut wurde.
Metallisches Scheppern erklingt aus dem Inneren, so wie in den Schmieden von Hohengieß. Woran wird dort bloß des nachtens noch gearbeitet?
Und auch das Brüllen von Befehlen ist deutlich zu hören und gelegentlicher Kampfeslärm. Wie viele Anhänger dieses Kultes sich im Inneren befinden ist ungewiss…

Link zur Con-Beschreibung: Fegefeuer-Forum Conbeschreibung

Es hieß, dass zwei Gefangene in der Burg saßen und wir sie befreien sollten. So weit so gut. Allerdings hat wohl niemand damit gerechnet, dass vielleicht gerademal 10 gerüstete Spieler anreisen würden (ich glaube sogar weniger…).

Als wir auf dem Platz ankamen, standen gerademal vier oder fünf Zelte, wovon die beiden Größten Lager aus Magiern (ich weiß leider nicht ganz, wie sie geschrieben werden.. Jedai?) und den O’Gradies bestanden. Wir dachten, es würden später bestimmt noch mehr kommen, da wir noch ziemlich früh waren, aber es wurden nicht mehr… seltsam.

Naja, wir bauten auf, richteten unser Lager ein und begrüßten schonmal alle Bekannten, wobei wir feststellen mussten, dass fast alle auf der NSC-Seite standen. Und im Gegensatz zu den Spielern wurden diese stetig mehr.

Gut, kein Grund zur Panik. Fängt ja erst noch an. Also angerödelt, Schürze über die Faunbeine  – so süüß :D  – und ersteinmal gefüllte Frikadellen für Hindrek und Sir Eduard gebraten. Erster Versuch dummerweise verbrannt, da zu wenig Licht und Ansprache mittendrin. Ansprache ließ viel hoffen.  Zweiter Versuch der Frikadellen besser, aber nicht mehr genug für die Herren (und noch weniger für mich).

Mit knurrendem Magen wurde ich dann von unserem Nachbarn über Faune ausgefragt. Und von seiner Begleiterin dann gezeichnet. Irgendwie hätte ich von dem Bild gerne eine Kopie gehabt… Irgendwann, als wir aufgaben, auf einen Angriff zu hoffen, sind wir dann ins Bettchen gekrabbelt.

Am nächsten Tag fehlte immernoch die Bedrohung, die eigentlich von der Burg ausgehen sollte. Wir sollten sie doch belagern, warum bekamen wir dann eine Einladung und durften sogar Geschäfte mit den Spinnenanbetern machen? (Nein, ich werde kein Flohzeugs für mein Fell kaufen!) Doch dann kam es irgendwie doch anders. Eine riesige Armee von Spinnenanbetern mit ZWEI Golems (ein wandelnder Baum und ein Metallwesen) wanderte zur Burg und daraufhin blieb das Tor plötzlich dicht. Warum? Lieber Rüstung anziehen… Bevor wir fertig werden konnten, kam wieder ein Herr an, der Tani untersuchen wollte. Er fragte, ob er Tanis Körper, falls sie einen Unfall haben sollte, sezieren dürfte. Da Tani nicht viel vom Geschnippel hält, bekam er eine Probe von ihrem Haar. Ich frage mich, was man mit „Echtfaunhaar“ alles machen kann…

Und als ich dann endlich in Rüstung war, hieß es plötzlich von der Seite der Spinnen aus, dass wir ein Ultimatum hätten. Eine Stunde und wir würden alle sterben, wenn wir nicht zu den Spinnen überwandern sollten. Wir verstanden den plötzlichen Stummungswechsel nicht und gingen einmal rum, um zu sehen, wie es in den anderen Lagern aussah. Da kaum richtige Krieger anwesend waren, machten sich schon einige aufbruchbereit.

Tani wurde noch einmal von einer Gruppe Wissensammlern vermessen und ausgefragt, bis das Ultimatum langsam seinem Ende entgegenging. Wir sammelten uns am Ende des Geländes, besprachen die Lage und verschwanden dann allesamt im nahe gelegenem Wald (fast im Dorf…) und verharrten dort. Wir ruhten aus, schmiedeten Pläne, wie man die voll gerüstete Übermacht besiegen könnte und verwarfen sie wieder.

Irgendwann kamen unsere Späher wieder und berichteten, dass eine kleine Prozession an Kriegern kam, da wir von zwei Dirnen (oder Abenteurerrinnen?) verraten worden wären. Also suchten wir uns einige gut zu verteidigenden Plätze im Wald und warteten auf den Angriff. Die Dirnen wurden von den O’Gradies verprügelt und Tani durfte einen Piraten namens Jack (mit einem Glas voll Dreck…) getarnt als Gefangenen herumschubsen.

Und seinen Hut klauen.

Eduard zeigt Tani eine Soldatenregel: "Schlafe, wenn du die Möglichkeit dazu hast"

Wir beschlossen nach dem Angriff, die Burg irgendwie von hinten einzunehmen. Wenn wir lange genug ausharren würden, würden sie bestimmt wieder eine kleinere Gruppe Angreifer nach uns aussenden. Vielleicht auch eine größere. Als wir nach einer längeren Rast mitten im Dorf von unseren Spähern hörten, dass fast die gesamte Burg ausgezogen wäre, liefen wir los und „stürmten“ die Burg. Es wäre gar nicht nötig gewesen. Bis auf einen waren alle komplett ausgezogen. Sogar die beiden Kreaturen.

Nach acht Stunden Hitze im Wald konnten wir endlich auf die Toiletten und etwas zu Essen und zu Trinken reinwerfen. :D

Wir machten alles bereit, um die Festung gegen ihre einstigen Besitzer zu verteidigen, verrammelten die Tore, besetzten den Wehrgang und machten Ballista (ja, die hatten sogar eine Ballista! Wie hätten wir die jemals besiegen sollen?!) und Steine bereit. Sir Eduard übernahm die Kontrolle über die Bogenschützen und bereitete uns auf den Angriff vor. Und dieser war heftig. Zwar schauten die Spinnenanbeter vollkommen verdutzt, als sie ihre Burg verlassen sahen und ihr Anführer auch noch gemeuchelt wurde (er wollte von hinten in die Burg :P), aber sie fassten sich einigermaßen schnell wieder und bei Einbruch der Dunkelheit kam der Angriff. Zuerst ließen sie den Golem gegen das Tor rennen, bis er unter Beschuss und Steinen (und wahrscheinlich Hitze im Kostüm) zusammenbrach. Als die Tore fielen, verteidigten wir tapfer den Innenhof und den mittlerweile brennenden Wehrgang, jedoch war kein Sieg mehr möglich. Wir mussten allesamt fliehen und Hindrek halbtod wegen eines blöden Mannövers im Innenhof zurücklassen.

Das Ende war episch, allerdings eben ein erfolgloses Ende. Am Samstag Abend.

Ich habe leider nicht alles vom Plot verstanden, vor allem, da ich die vorangegangenen Cons nicht kannte. Irgendwie schade, aber ich hatte trotzdem Spaß. Im Gegensatz zu meinem Liebsten (Sir Eduard), er war eher stark enttäuscht. Das Essen in der Nacht hat ihn aber wieder glücklich gestimmt. :)

Noch ein paar Bilder von Tani (Rüssi und Beine <3):

Toben mit Sir Eduard und anderen Spielern während des Wartens

     

Bestes Gespräch nach der Con:

– „He, der Faun! Schau mal, ohne Beine ist sie viel kleiner.“
– „Ähm..mit den Beinen bin ich bloß 3 Zentimeter größer, wegen der dicken Sohle..“
– „Aber..aber du läufst doch auf Stelzen, oder nicht?!“
– „Nö, sind alles Polster. :D“
– „Cool…“

Noch mehr Bilder, die nicht von den Custos Draconis (bzw. von Tani) sind, außerdem noch ein paar Berichte von anderen, sind unter anderem hier zu finden:

Käpt’n Jack’s Fotos
Fegefeuer-Forum „Im Schatten der Burg“

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