Con-Bericht: „Die letzten Tage des Jahres“

von Selene

Hallöchen ihr Lieben,
ich hoffe ihr seid auch alle so gut ins neue Jahr gekommen wie ich! :)

Gefeiert wurde dieses Mal wieder mit den Custos Draconis auf dem Fegefeuer-Jahreswechsel-Con (vom  29.12. bis zum 01.01.2012) so wie im letzten Jahr. Zwar haben wir nicht so viele Bilder gemacht, aber ich werde mich trotzdem bemühen, einen interessanten Rückblick zu schreiben.

Beschreibung des Cons:

Das Jahr neigt sich dem Ende und es war ein erfolgreiches für die Familie Seiler. Zwar verstarb bedauerlicherweise die Matriarchin der Händlerfamlie, Elisabeth Seiler, im hohen Alter, doch übernahmen ihre Kinder Rins Seiler und Juliane Fassbinder, verheiratet mit Simun Fassbinder, schnell das Geschäft und führten es zu neuem Ruhm.
Ein Fest soll das perfekte Jahr ausklingen lassen und so lädt die Familie in ihr Gutshaus am Rande von Grünau. Hervorragende Speisen werden zubereitet und das beste Ferkel zum Fest geschlachtet. Auch andere Köstlichkeiten sollen gereicht werden und den Gaumen der Gäste überraschen.

Link zur Conbeschreibung: Fegefeuer-Forum Conbeschreibung

Gespielt wurde in einer Art Herberge umgeben von einigen alten Bauernhäusern im beschaulich-kleinem Ort „Meetzen“. Viel draußen waren wir nicht, da das Hauptaugenmerk des Cons auch eher auf dem reichlichem Essen und den Handelsgesprächen lag, aber Spaß hatten wir trotzdem reichlich. Vor allem auf der Kreuzung. *gg*

Aber nun zum Bericht – dieses Mal aus der Sicht eines Faunes (vorsicht, lang! Bilder ganz unten). Viel Spaß! ;)

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„Also… Wo fange ich denn nun an? Am besten am Anfang… aber wo fängt der Anfang an? Beim Aufbruch aus der Feste? Beim Brief, den Sir Parn erhalten hat? Oder bei der Ankunft beim Gehöft der Seilers?
Schwierige Frage… Hm.. Vielleicht erzähle ich gleich von unserem ersten Abend bei den Seilers und ihren Gästen. Ein paar vorgereiste Gepäckträger hatten unsere Habe schon zuvor vorbeigebracht und uns angekündigt. Trotzdem schienen einige der Gäste überhaupt nicht erfreut, uns zu sehen.
Na ja, erst einmal haben Sir Parn und ich unser Zimmer begutachtet – Sir Hindrek und seine Begleiterin Linea waren auch schon angekommen!
Die Waschräume waren erfreulich sauber und heißes Wasser gab es auch ausreichend. Und die Pagen waren auch ziemlich schnell bei ihren Arbeiten. Wenn auch etwas kratzbürstig. Und ängstlich. Als hätten wir Reißzähne oder so.. Aber bei Sir Parn ja auch verständlich.
Der Abend verlief sehr ruhig und wir bekamen noch eine Kleinigkeit zu Essen, wobei die Dienstboten meistens einen großen Bogen um Sir Parn machten und uns meistens ignorierten. Komische Menschen…

Am nächsten Tag begannen wir mit einem ausgiebigem Frühstück und ebenso ausgedehnten Gesprächen untereinander und mit anderen Anwesenden. Obwohl uns einige dabei tunlichst zu ignorieren versuchten und sich meist auch nicht im selben Raum aufhalten wollten.
Ach ja, und wir fanden eine Nachricht an unserer Tür..aber ich durfte sie nicht lesen. Irgendetwas mit „Verschwindet ihr dreck..“… Sir Hindrek hat mir den Zettel leider weggenommen, bevor ich zu Ende lesen konnte. Aber ich nehme an, dass es nichts Freundliches war, da danach alle nicht mehr so fröhlich waren.
Kurzerhand haben wir uns dann dazu entschlossen einen kleinen Spaziergang draußen im Dörflein zu machen, wobei einige der Dorfbewohner sehr seltsam geguckt haben – warum bloß? Sehen wohl nicht oft solch eine tolle Truppe wie uns…
Irgendwie muss Sir Parn bei dem Spaziergang spitz bekommen haben, dass ich beim Nahkampf noch immer miserabel bin, denn er drohte mir an, am nächsten Tag Kampfübungen mit ihm machen zu müssen. Kampfübungen! Mit Sir Parn! Gibt es etwas schlimmeres??
Ja, gibt es… Denn – warum fragt mich bitte nicht – es wurde ebenfalls ein Ork und sein Begleiter zu dem Fest eingeladen. Hm.. vorher wusste ich noch gar nicht, was ein Ork ist. Aber irgendwie war er…sie… der Ork ganz lustig. Zu erst hatte ich etwas größeren Respekt vor dem, aber danach fand ich ihn sogar ganz lustig. Wir haben zusammen den Küchenjungen geärgert und sind auch in die Küche geschlichen! Der Ork heißt übrigens Zarrâk und gehört zu einem Söldnertrupp der ein Bündnis mit unserer Gruppe hat.
Achja, und im Dorf haben wir den Ork auch wiedergetroffen. An einer Kreuzung vor dem Gehöft. Zusammen mit einem Waldläufer, den ich ärgern konnte, dem Ork und dem Begleiter und unserer Gruppe haben wir dann vorbeifahrende Kutscher beobachtet. In dieser Gegend scheint unsereins wirklich etwas Neues zu sein. Ein Kutschfahrer kam sogar aus dem Staunen nicht mehr heraus und fuhr quer über die Kreuzung, obwohl er abbiegen wollte. Lustig, sag ich!
Gegen Abend wurde es dann etwas langweiliger, da wir die Ankunft von Rani und Revan erwarteten – zwei Neulingen auf der Feste, von der ich allerdings bisher nur Revan persönlich kennen lernen dufte. Ein ulkiges Kerlchen… oder Füchschen?
Auf jeden Fall fragte ich Sir Parn nach einer Beschäftigung und dieser bot mir dann an, mir das Schachspielen beizubringen. Zuerst stellte ich mir dieses furchtbar öde vor, aber als ich dann schon die zweite Partie (ich glaube eher durch einen Zufall) gewann, packte mich das Feuer. Es ist einfach zu spannend, die Züge des Gegners vorauszuahnen und dagegen zu handeln!

Und pünktlich um noch etwas vom Essen abzubekommen kamen dann auch Revan und… nicht Rani, sondern Lya. Revan erzählte, dass er Rani Muscheln gekocht hatte, die ihr nicht bekommen sind und deswegen Lya mitgereist ist. Eines ist mir nun auf jeden Fall klar: Niemals Muscheln von einem Fuchswesen annehmen! Da Revan scheinbar einmal ein begnadeter Schachspieler gewesen ist, nahm er sich dann den Rest des Abends meiner an und ich hatte endlich etwas Beschäftigung. Außerdem konnte ich mich lustig mit der Dryade Lya unterhalten – was Sir Parn wohl nicht so sehr gefiel. Ich glaube, wir haben ihn etwas genervt…

Am nächsten Tag kam dann nach dem Mittagessen die angedrohten Kampfübungen – Tenarius sei Dank nicht mit Sir Parn, sondern mit dem armen Revan. Dem armen ist wohl irgendwie der Kommentar über die Lippen gerutscht, dass Köche nicht kämpfen brauchen – was Sir Parn ebenfalls missfiel. Eigentlich missfällt meinem Herrn ziemlich viel, wenn ich mal darüber nachdenke… vielleicht frage ich ihn mal danach.
Nach ein paar Runden vorsichtigem Geplänke, begleitet von Sir Parns Genörgel und Gemecker, gelang mir dann der unglaubliche Schlag: Ich rasierte Revans Ohr fast komplett kahl und alles viel vor Lachen um – einschließlich mir. Nur Revan war am jammern und versuchte, sein Fell wieder an seinem Ohr zu befestigen. Lya half ihm dann dabei und er durfte fortan einen hübschen Kopfverband mit Blättermuster tragen. Niedlich! Und trotzdem tat er mir furchtbar Leid – ich weiß ja, wie das bei uns Fellträgern ist.
Sir Parn zeigte sich dann doch noch einsichtig und ließ uns nach einigen weiteren Runden die Übungen beenden, da er später noch ein diplomatisches Gespräch führen musste.
Es ging wohl irgendwie darum, dass die Drakenmark ihre Handelsbeziehungen zu den Seilers weiter ausbauen sollte, aber Sir Parn sagte, dass ich ihn dazu nicht begleiten sollte. Stattdessen schickte er mich runter zu den anderen mit den Worten: „Falls Trupps bewaffnet die Treppe hochkommen, schlag einfach Alarm.“
Danach entbrannte unter unserer Gruppe, einem Krieger, einer Gauklerin, einem Zwerg, einem Barden und mir eine hitzige Diskussion darüber, wer denn nun Alarm sei, damit ich ihn schlagen könne, sobald jemand mit dem Namen „Trupps“ (Zufall, die Gauklerin, gab Linea diesen Namen, weshalb diese dann nicht mehr nach oben durfte), bewaffnet die Treppe hochgeht.
Ich muss zugeben, die Menschen schienen zum Teil etwas betrunken, aber ich fand das Gespräch einfach zu spannend!
Am Ende kam heraus, dass ein Bumona, der sein Gedächtnis verloren hatte, Alarm sein musste, da er wohl zu oft geschlagen wurde und es deshalb verloren hatte. Die Bumonas beschlossen danach sogar, ihm diesen Spitznamen zu geben.
Als ich das später Sir Parn erzählte, war dieser wieder nicht sonderlich erfreut… ich glaube mittlerweile, er kann gar nicht wirklich fröhlich sein.

Zum Schluss gab es dann noch das große Festessen und ein kleines Feuerwerk um Mitternacht.
Sir Parn wollte am nächsten Tag nicht mehr lange verweilen, da er auf der Feste ja wieder gebraucht wurde, weswegen wir dann auch schon bald wieder abreisten – nicht, ohne uns gebührend zu verabschieden.“