Tutorial: Elfenrock / Sew your own Faerie-Skirt!

von Selene

Faerie-Skirt Kopie

Ihr kennt ja bereits meinen Elfenrock, den ich euch vor einigen Tagen gezeigt habe. Da ich im N&S-Forum danach gefragt wurde, folgt hier nun also die Anleitung dazu – ein Schnittmuster für diesen Rock ist nicht wirklich nötig, da er sehr einfach gemacht und auch für Anfänger geeignet ist.

Benötigt werden:

  • Ein breiter Streifen Baumwolle für den Bund (ca. 120 x 20 cm),DSC08838 Kopie
  • ca. 3 oder 4 Shirts zum Zerschneiden,
  • ein bisschen Spitze (z.B. eine alte Tischdecke oder Häkeldecke),
  • 6 Ösen,
  • ein Band zum Schnüren

Zuerst solltet ihr die Shirts in breitere Streifen schneiden und diese am unteren breiten Streifen zu Spitzen schneiden. Der obere Rand sollte aber noch breit genug bleiben.

DSC08836 KopieDanach könnt ihr euch entweder einen bereits vorhandenen Rock (bei mir war es ein Wickelrock) nehmen und den oberen Bund auf zwei zusammengeklebte Stücke Papier übertragen und auf die Länge kürzen, die ihr braucht, damit er eben so um eure Hüften passt. Oder ihr zeichnet euch selbst einen breiten Streifen (bei mir waren es ca. 110×10 cm, wobei ich nur die Hälfte gezeichnet und den Streifen dann auf Bruch gelegt habe), welcher in einem leichten Bogen läuft.

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Bei beiden Varianten natürlich die Nahtzugabe beachten (sind bei den 110×10 cm bei mir mit drin). Diesen Streifen einfach ausschneiden und zweimal auf die Baumwolle übertragen.

Nun legt man die Jersey-Streifen so auf einem der Baumwollstreifen dem Bogen nach zurecht, wie man sie später haben will und steckt sie an der oberen Seite mit Stecknadeln zusammen. Dies jedoch noch nicht direkt an den Baumwollstreifen feststecken, sondern diese mit einem Zickzack-Stich am oberen Rand aneinander nähen. Hier sind kleinere Fehler noch nicht so schlimm, da man den Stich später nicht sieht.

Nun kommt der etwas schwierigere Part. Oben muss zuerst der überstehende Rand der Jersey-Stoffe oberhalb des Zickzack-Stiches bis auf 1 cm abgeschnitten werden. Danach wird einer der beiden Baumwollstreifen rechts-auf-rechts mit einem Geradstich auf den Jersey-Part genäht, sodass der Zickzack-Stich nicht mehr sichtbar ist. Hierbei darauf achten, dass es keine größeren Falten gibt.

Nun den zweiten Baumwollstreifen ebenfalls rechts-auf-rechts am oberen Rand des ersten Baumwollstreifens und und an den beiden Seitenrändern (möglichst weit runter, damit auch die Jersey-Stoffe mit eingefasst werden) festgenäht. Die untere Seite bleibt dabei offen. Die Nahtzugbe in regelmäßigen Abständen leicht einschneiden und die Ecken abschrägen (Vorsicht, nicht in die Naht schneiden!). DSC08846 KopieDanach auf Links wenden und die Spitzen z.B. mit einer Schere oder einem anderen Werkzeug nach außen drücken und den Bund so begradigen.

Schon kommen wir zum Endspurt. Der noch offen stehende Rand des Bundes muss nun nach innen umgeschlagen werden und möglichst genau auf der Kante des Bundes auf der gegenüberliegenden Seite liegen. Steckt ihn hierfür am Besten fest – dabei sieht man auch gleich, ob es von der anderen Seite auch passt.

Nun müsst ihr nur noch mit einem Geradstich knappkantig über die festgesteckte Kante genäht werden und der Rock an sich ist fertig.

DSC08850 KopieNun können wir zu dem interessantesten Part an diesem Rock kommen: Der Rand der Jersey-Zipfel muss nun seine Wellen erhalten. Hierfür muss der Stoff mit einem Zickzack-Stich umnäht werden, während er beim Nähen per Hand in Nährichtung gedehnt wird (siehe Bild). DSC08849 Kopie

Lässt man den Stoff nach dem Nähen nun los, entstehen durch die Dehnung diese Wellen, die von den Nähten an Ort und Stelle gehalten werden.

Zum Schluss müssen noch jeweils drei Ösen pro Seite an den Baumwollbund angebracht werden und eine Schnürung durchgezogen werden – schon könnt ihr ihn tragen.

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Der Rock müsste dann in etwa wie der hier aussehen; natürlich euren eigenen Wünschen und Vorstellungen angepasst. Ich könnte mir den Rock zum Beispiel auch sehr gut nur aus Jersey-Stoffen vorstellen, oder mit mehr Baumwolle dazwischen. Oder gar aus ganz anderen Stoffen. Da ist der Kreativität natürlich keine Grenze gesetzt. Man kann auch die Schnürung gegen Druckknöpfe oder gegen einen Klettverschluss austauschen – dafür muss der Bund nur etwas verlängert werden.

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Ich hoffe, dass alles verständlich war; sollte es noch Fragen geben, scheut euch nicht, mich anzuschreiben oder einen Kommentar zu hinterlassen. :)

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